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Volkskunst im Erzgebirge
Engel und Bergmann
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Der Engel und der Bergmann sind ein Zeichen der Verbundenheit des Bergmannes mit dem Licht. Beide tragen Kerzen und wurden früher in der Weihnachtszeit in die Fenster der Häuser gestellt, um den Bergmann, der in der Dunkelheit zum Bergwerkt aufbrach und auch erst bei Dunkelheit wieder heimkehrte, heimzuleuchten.
Der Bergmann, einige hundert Jahre älter als der Lichterengel, war schon im 17. Jahrhundert bekannt; die ältesten Engel stammen aus dem 18. Jahrhundert.
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Schwibbogen
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In der Weihnachtszeit strahlen viele Schwibbögen in den Fenstern der Dörfer und Städte im Erzgebire. Diese Tradition des Fensterschmuckes ist knapp 300 Jahre alt. Die ersten Schwibbögen entstanden im Raum Johanngeorgenstadt. Sie wurden damals von Bergschmieden aus Blech hergestellt. In seiner Form ähnelt der Lichterbogen dem Stolleneingang, dem Mundloch. In der Weihnachtszeit wurden sie, mit brennenden Kerzen versehen in das Fenster gestellt, um den heimkehrenden Bergleuten den Weg nach Hause zu zeigen.
Heute werden die Schwibbögen meistens aus Holz gefertigt und zeigen Motive aus dem Bergmannsleben oder von Christi Geburt.
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Räuchermann
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Die Räuchermännchen entstanden um 1850 in der Gegend von Seiffen, dem Spielzeugmacherdorf im Erzgebirge. Es wurden Mitmenschen dargestellt, den man eine gewisse Gemütlichkeit nachsagte. Die Räucherkerzen verbreiteten gerade in der Weihnachtszeit einen anheimelnden Duft in den erzgebirgischen Stuben. Vielleicht sollte der Rauch auch böse Geister vetreiben und dem Guten die Tür öffnen.
Heute werden Räuchermännchen in vielen verschiedenen Variationen angeboten. Leider haben manche dieser Kreaturen das Ursprüngliche verloren.
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Pyramide
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Pyramiden gibt es in Stufenform, als Hänge-, Stab- oder Ständerpyramide. Auf einer oder mehreren Etagen drehen sich Engel, Bergleute, Tiere oder Krippenfiguren im Kreis. Angetrieben wird das Kunstwerk von der aufsteigenden der Kerzen. Die ersten Exemplare wurden um das Jahr 1800 gebaut.
Pyramiden gibt es in allen Größen. Die kleinsten passen in eine Nussschale und ihre großen Schwestern stehen auf Marktplätzen, mehrere Meter hoch. Sie sind der Schmuck für jeden Weihnachtsmarkt.
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Nussknacker
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Der Nussknacker stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich war er der Obrigkeit nachempfunden und schaute meist finster drein. So ließen die Erzgebirger Soldaten, Gendarmen, Förster und sogar einen König für sich Nüsse knacken. Eine symbolische Art der Rache.
Die Einzelteile der Figur werden gedrechselt und später zusammengefügt. Nussknacker werden in den verschiedensten Formen hergestellt.
Viele Künstler liesen sich vom Nussknacker inspirieren und schrieben Geschichten oder Musikstücke über den finster dreinschauenden Gesellen.
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Spielzeug aus Holz
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Besonders in der Gegend um Seiffen werden viele Holzspielzeuge hergestellt. Die Palette reicht vom Feuerwehrauto über Lokomotiven bis zum Schaukelpferd. |
Klöppelspitze
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Mitte des 16. Jahrhunderts brachten Hausierer die Technik des Klöppelns ins Erzgebirge. Hergestellt wurden die Textilen Kunstwerke aus Leinenzwirn, Seiden- und Metallfäden. Die Spitzen dienten als Besatz für Wäsche und Tafelschmuck und es gab solche für weltliche und sakrale Repräsentation.
Barbara Uthmann, eine Bergmannswitwe und Hüttenbesitzerin, beschäftigte als Verlegerin fast 1000 Klöpplerinen und sicherte so viel
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Noch ein Hinweis!
Beim Kauf erzgebirgischer Volkskunst immer auf dieses Zeichen achten. Dann erwischt man kein billiges Imitat aus Asien. |
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