Die Mineralisation der Gänge des Schneeberger Bergbaues ist sehr reichhaltig: Zirka 140 verschiedene Mineralien sind gefunden worden, darunter sehr seltene wie Roselith, Kobaltspalt, Kobaltblüte, Eulytin, Pucherit, Walpurgin und noch einige Uranminerale. Die größte Zeit des alten Schneeberger Bergbaues waren die Jahre der Silberausbeute. Bereits vor dem Fündigwerden des Schneebergs wurde im Gebiet Bergbau betrieben, auf Silber, Eisenstein und Kupfer, auf Zinn und Wismut. Silber wurde im Hohen Forst bei Schneeberg und in Niederschlema gefunden, Eisenstein soll am Wolfsberg und am Hasenberg (heutiges Stadtgebiet) und Kupfer in Oberschlema, am Gleesberg und der Hartensteiner Gegend geschürft worden sein. Zinn wurde in Neustädtel und im anschließenden Zschorlauer Grund im Seifenbetrieb gewonnen. Wismut wurde ebenfalls in Neustädtel gefunden.
1453 werden erste Erzfunde auf den Schneeberg erwähnt. Von 1460 an hat Schneeberg bereits lebhaften Bergbau. Das "Berkgeschrey" von 1470, verbunden mit reichhaltigen Silberfunden, führte bald zur Gründung der eigentlichen Stadt. Von allen alten und neuen Bergstädten Deutschlands soll Schneeberg am reichsten an gediegenem Silber gewesen sein. Die Kunde reicher Silberfunde verbreitete sich schnell, und aus allen deutschen Landen wurden Bergleute,
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Kaufleute, Abenteurer und Glücksritter angelockt.
Im Jahre 1472 entwickelte sich der Bergbau sehr steil aufwärts. Ein reichhaltiger Silbergang nach dem anderen wurrde erschürft. Das Silber soll fast zu Tage ausgestrichen sein. 1474 bestanden innerhalb des "Schrankens" (eine Art Palisadenzaun, mit dem der Kern der Stadt eingezäunt war) 56 Zechen und außerhalb 176. In dieser Zeit waren 1200 Bergläute tätig. Man spricht von vier Blütezeiten des Silberbergbaues im Schneeberger Revier: 1470 bis 1488, um 1500, 1529 bis 1540 und 1562 bis 1569. 1593 erlebte das hiesige Revier die letzte Silberausbeute. Um die Silbergewinnung voran zu treiben mussten die Schächte tiefer eingebracht (geteuft) werden. Neue Bergbautechnik sollte helfen, die Grubenwässer zu beherrschen. 1483 baute man den Filzteich als erste Talsperre des Erzgebirges. Die Wasserhaltung erfolgte für grubentechnische Zwecke. Die rechtlichen Freiheiten, die Schneeberg 1481 mit dem Stadtbrief erhielt, gestattete es den Gewerken, 13 Schmelzhütten in der Stadt zu errichten und 1500 erhielt Schneeberg seine eigene Münze.
Der Kobalt- und Wismutbergbau löste den Silberbergbau ab. Seine reiche Erzausbeute veranlasste Schneeberger Berg- und Hammerherren im 17. Jahrhundert, zur Verarbeitung der Kobalt- und Wismuterze in Bergfabriken
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